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Ferien mit dem HundUte Rott und Ernst Wagner-Rott GbR Metzelthin 22 17268 Templin - OT Klosterwalde |
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Stubenreinheit
Stubenreinheit ist eines der ersten Ziele in der Hundeerziehung. Sie müssen Ihrem Hundekind mit viel Geduld und Nachsicht beibringen, dass Ihr Wohnzimmer keine öffentliche Bedürfnisanstalt ist. Tragen Sie Ihren Welpen nach jeder Mahlzeit, nach dem Aufwachen, nach dem Spielen und in festen Abständen (anfangs ungefähr alle zwei Stunden) ins Freie. Dort setzen Sie ihn auf eine Wiese und bleiben mit ihm draußen, bis er sein Geschäft erledigt hat. Lassen Sie ihn vollkommen in Ruhe, reden Sie nicht auf ihn ein, sonst lenken Sie ihn ab. Wenn er fertig ist, dann loben Sie ihn ruhig und freundlich und gehen wieder mit ihm rein. Untersagt sind alle Strafen, die immer noch angepriesen werden, außer einer: wenn er in die Wohnung gemacht hat, dann nehmen Sie eine dicke Zeitung, rollen Sie zusammen, hauen sich 6-7 Mal auf den Kopf und sagen laut bei jedem Schlag: Ich bin zu dumm, um auf meinen Hund aufzupassen. Wenn Ihr Hund Sie auslacht, loben Sie ihn. Beachten Sie Ihren Hund, wenn er unruhig wird und ganz offensichtlich eine Stelle sucht. Hoffen Sie nicht, dass er ganz was anderes vorhat. Wenn er muss, muss er. Gehen Sie sofort mit ihm raus, damit er sich lösen kann. Ein kleiner Hund muss auch nachts raus. Stellen Sie sein Körbchen neben Ihr Bett. Eventuell weckt er Sie, wenn er unruhig wird. Wenn das nicht sicher ist, stellen Sie sich alle zwei Stunden einen Wecker. Niemals sollten Sie einen Welpen in eine Box sperren, damit er stubenrein wird. Stellen Sie sich vor, Sie müssen dringend aufs Klo und werden daran gehindert, das Bett zu verlassen. Rituale erleichtern Ihrem Hund zu verstehen, was Sie von ihm wollen: anstelle zu warten, bis es zu spät ist und dann sinnlos rumzuschimpfen, gewöhnen Sie sich lieber an, auf Ihren Hund zu achten und ihn regelmäßig nach draußen zu bringen. Etwas sollten Sie auf gar keinen Fall tun: wenn Ihrem kleinen Kerl mal ein Malheur passiert ist, dann machen Sie die Stelle nicht mit Essigreiniger sauber. Diese Reiniger enthalten Substanzen, die ähnlich wie Hundepipi riechen und Ihren kleinen Freund dazu animieren, sich hier zu lösen. Auch Sagrotan oder ähnlich Chemiehämmer sind nicht wirklich gefordert, das Unglück zu entsorgen. Es handelt sich um ein bisschen Welpenpipi und nicht um super ansteckende Kloake. Es reicht also Wasser und Schmierseife. In der Regel kapiert der Welpe recht schnell, was Sie von ihm wollen. Aber ein bisschen Zeit zum Lernen braucht er schon. Außerdem muss auch erst lernen, seinen Schließmuskel zu beherrschen. Menschen können das auch nicht von Anfang an. Wenn wirklich was passiert, ignorieren Sie es einfach. Manchmal, gerade nach wilden Spielen, überkommt die Kleinen dringend ein Bedürfnis und schon ist es passiert. Nehmen Sie ihn schnell hoch und tragen Sie ihn kommentarlos hinaus. Nicht schimpfen, nicht genervt sein, nicht strafen bringt den Kleinen dazu, sich zu melden, wenn er raus muss, sondern Ihre Aufmerksamkeit und Ihr freundliches Lob erklären ihm, was er richtig macht und was Sie von ihm wollen. Hundeexperten empfehlen manchmal, aus dem Welpenauslauf ein bisschen Kot mitzunehmen und in einer Ecke des Gartens zu deponieren. So wird Ihr Kleiner dazu angeregt, dorthin zu gehen, wenn er muss. Manchmal funktioniert es. Einen Versuch ist es allemal wert. Eine Weisheit will ich Ihnen hier nicht vorenthalten: Hunde werden nicht wegen, sondern trotz der Bemühungen Ihrer Besitzer stubenrein. Wenn man sich manche Leute so ansieht, stellt man fest: es ist was dran! In der Regel werden Hunde innerhalb weniger Wochen stubenrein. Aber denken Sie immer daran: so ein kleiner Hund muss dermaßen viel lernen, da kann schon mal passieren, dass er irgendwas in der Aufregung vergisst. Die Welt geht deswegen noch lange nicht unter.
Tatsache
ist, dass viele Menschen einen Riesenzirkus machen, wenn ihrem
Welpen ein Missgeschick passiert, aber wenn er sich endlich meldet,
wenn er raus muss, tun sie so, als wäre das selbstverständlich.
Registrieren Sie nicht nur, was Ihr Hund falsch macht (in Ihren
Augen), sondern beachten Sie auch seine Erfolge und loben Sie ihn.
Freuen Sie sich an ihm und machen Sie nicht ihm und sich das Leben
schwer. |
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