Hilfe, Silvester!
Jedes Jahr vor Silvester haben
viele Hundebesitzer einen richtigen Horror davor, was heuer wieder
mit ihrem armen Vierbeiner los sein wird. Manche versuchen,
irgendwohin zu fliehen, wo nicht oder doch wenigstens nicht so viel
geknallt wird, aber die meisten müssen irgendwie damit leben. Auf
keinen Fall sollten Sie ihn allein lassen. Ihr Hund steht vermutlich
Todesängste durch und einen Freund allein zu lassen, der Todesangst
hat, ist kein Zeichen von großer Freundschaft. Leider gibt es nur
sehr wenig Hoffnung, dass er seine Angst überwältigen wird. Aber ein
bisschen erleichtern können Sie ihm diese Zeit schon.
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Bereits 10 Tage vor Silvester
machen Sie eine Kur mit Borax D3 oder D6. Geben Sie ihm 3 x
täglich 1 Tablette, die im Maul zergehen muss, und achten Sie
darauf, dass er jeweils eine halbe Stunde vorher und nachher
nicht frisst und nicht trinkt. Bitte machen Sie diese Kur nur,
wenn Sie definitiv wissen, dass sich Ihr Hund vor
Knallgeräuschen fürchtet. Homöopathische Mittel können immer
eine Erstverschlimmerung bewirken. Dadurch kann ihr Hund dann
erst richtig Angst bekommen.
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Vielleicht besteht die
Möglichkeit, Silvester irgendwo zu verbringen, wo nicht geknallt
wird. Nehmen Sie diese Möglichkeit wahr. Für Ihren Hund ist das
Beste.
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Absolvieren Sie Ihre
Spaziergänge an Silvester und den Tagen davor so, dass er nicht
schon vorzeitig durch Knallereien beunruhigt wird, fahren Sie
mit ihm z.B. in den Wald oder aufs freie Feld
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Halten Sie ihn in der ganzen
Zeit, in der geknallt wird, an der Leine, also auch schon an den
Tagen vorher. Vielleicht erschrickt er ja schon, wenn in 10
Kilometer Entfernung ein Knallfrosch losgeht, dann ist es nicht
witzig, wenn er sich in der Stadt oder im Wald auf die Socken
macht nach einem sicheren Platz.
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Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund
an diesem Tag nie allein ist, immer eine vertraute Person in
seiner Nähe ist und - ganz wichtig! - dass er keine Gelegenheit
hat, zu fliehen. Jedes Jahr werden zahllose Hunde im Tierheim
abgegeben, die in voller Panik durch eine offene Tür entwischt
sind. Wenn dann ein Unfall passiert, sind Sie als Halter auch
noch haftbar.
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Er braucht einen geschützten
Platz, der so ruhig wie nur möglich ist. Wenn er den Abend im
Keller oder unterm Sofa verbringen möchte, lassen Sie ihn. Wenn
er schon fast stirbt vor Angst, hat es wenig Sinn, noch an ihm
rumzuzerren. Er wird schon wieder rauskommen.
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Trösten Sie ihn nicht. Er
versteht nicht, was, sondern nur wie Sie es sagen. Und er wird
Sie auf jeden Fall falsch verstehen. Entweder er denkt, Sie
loben ihn dafür, dass er Angst hat oder er denkt, Sie haben auch
Angst. Also: keine gute Idee. Bleiben Sie ruhig und texten Sie
ihn nicht zu.
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Wenn er bei Ihnen Schutz sucht,
schicken Sie ihn nicht weg. Vielleicht möchte er nur ruhig bei
Ihnen sitzen. Wenn er nicht aufs Sofa darf, dann sollten Sie
auch jetzt keine Ausnahme machen, aber vielleicht hilft es ihm,
wenn Sie sich zu ihm auf den Boden setzen und er kann sich
einfach an Sie kuscheln. Streicheln Sie ihn mit langen, ruhigen
Bewegung von Kopf bis Fuß, und geben Sie ihm das Gefühl, dass
für Sie alles in Ordnung ist.
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Plagen Sie Ihren Hund nicht
Geräusch-CDs. Hunde hören dermaßen gut, dass sie genau
unterscheiden können, ob ein Geräusch echt ist oder aus dem
CD-Player kommt. Im günstigsten Fall ignoriert er die CD, im
ungünstigsten hat dann auch zu silvesterfreien Zeiten Angst.
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Geben Sie ihm weder Schlaf-,
noch Beruhigungstabletten. Sie können das Gegenteil von dem
bewirken, was Sie vorhaben. Und das wissen Sie erst hinterher.
Es kommt nicht so selten vor, dass die Hunde nicht wirklich
schlafen, sondern hellwach sind, sich aber wegen der Betäubung
nicht rühren können. Sie können dann aber auch nicht mitteilen,
dass sie sich unwohl fühlen und sie können auch nicht fliehen.
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Es kann leicht sein, dass ihr
Hund nicht fressen und trinken will, aber auch, dass er sich
weigert, sein großes und kleines Geschäft zu machen. Stellen
Sie ihm sein Fressen und Trinken hin wie immer und lassen Sie
ihn in Ruhe. Er wird schon nicht verhungern. Wenn die Knallerei
vorbei ist, wird er Hunger und Durst haben. Wenn nicht frisst,
ist es auch kein so großes Problem, wenn er sein großes Geschäft
nicht macht, damit er aber nicht eine übervolle Blase hat,
sollten Sie so rechtzeitig wie möglich mit ihm rausgehen, bevor
die Knallerei richtig losgeht. Wenn nachts wieder Ruhe ist,
sollten Sie auch noch mal versuchen, ob er wenigstens auf dem
Hof oder dem Grünstreifen vor dem Haus pinkeln möchte.
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Zwingen Sie ihn zu nichts:
manche Hunde schaffen es tatsächlich bis Neujahr abends ohne
Essen und Trinken und ohne Spaziergang zur "hygienischen
Erleichterung" durchzuhalten. Wenn es ihn zuviel wird, wird er
sich schon melden. Wenn diese Zeit in ihrer Dusche oder unter
der Wohnzimmercouch verbringen möchte und Sie zerren ihn raus
und zwingen ihn zu einem Spaziergang, teilen Sie ihm klar und
deutlich mit, dass Sie kein Verständnis für seine Not haben und
er wird sein Vertrauen ihn Sie verlieren. Das kann sich auf ganz
normale Alltagssituationen übertragen.
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Auch an Neujahr ist für viele
Hunde der Horror noch nicht vorbei: Nach dem Geknalle hängt die
ganze Luft voll mit Gestank. Wenn wir das schon unangenehm
finden, um wie viel schlimmer ist das erst für empfindliche
Hundenasen. Also tun Sie Ihrem Bello auch an diesem Tag einen
großen Gefallen, wenn Sie mit ihm dort gehen, wo es nicht
stinkt.
Auf alle Fälle sollten Sie selber
auf Silvesterknallereien verzichten. Denken Sie an die vielen Tiere,
egal ob Haustiere oder wildlebende, die bei allen unseren lauten
Vergnügungen in Panik und Todesangst versetzt werden. Ihr Hund hat
Glück, Sie denken an ihn und kümmern sich um ihn - andere sitzen
allein in ihrem Zwinger oder eingesperrt in der Wohnung oder
versuchen, irgendwo in der Welt einen geschützten Platz zu finden,
und denken, jetzt geht die Welt unter. Kein schöner Gedanke. Wenn
Sie etwas Gutes tun wollen, dann spenden Sie das Geld für eine
gemeinnützige und wohltätige Sache. Wenn Sie das nicht möchten, dann
haben Sie Geld gespart und dazu beigetragen, dass es für die Tiere
an diesem Tag ein bisschen einfacher wird.
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